Kommunikationsraum Küche

Veröffentlicht am 16. Juni 2020

Küchen sagen so viel über uns aus – über unsere Persönlichkeit, unseren Geschmack, unsere Vorlieben. Sei es das kühle Kochlabor, wo alles fein geordnet an seinem Platz steht, die repräsentative Prachtküche mitten im Wohnbereich, die zum Empfangsraum für Gäste wird oder die gemütlich-kunterbunte Familienzone. Längst hat die Küche ihren Charakter als Funktionsraum hinter sich gelassen, gekocht wird nicht mehr hinter verschlossenen Türen.

„In den letzten Jahren haben vor allem die Jungen das gemeinsame Kochen für sich entdeckt – man steht nicht mehr alleine in der Küche“, erklärt Gerold Schachner, bei Strasser Steine Produktgruppenleiter für die neue ST-ONE Küche. Dementsprechend beliebt seien Kücheninseln – so weit Raumaufteilung und Wohnungsgröße dies zulassen. So können sich mehrere Menschen in der Küche beschäftigen, ohne einander zwangsläufig den Rücken zuzudrehen. Auch Geräte wie Spülen oder Kochplatten werden zunehmend in die Inseln integriert. Kochen, Essen und Wohnen werden verstärkt miteinander verbunden, was sich auch in den Raumaufteilungen widerspiegelt. So wird die Küche zunehmend zum Herzstück der Wohnung, zum Kommunikationszentrum, aber auch zum Statussymbol, wo Gäste empfangen werden.

Wie aber verträgt sich der Trend zu solch ausladenden Küchen mit dem gleichzeitigen Trend zu zunehmend kleineren Wohnungen? „Einerseits werden viele Wohnungen kleiner, das ist richtig – auf der anderen Seite erleben wir aber, dass viele Wohnungen auch sehr groß sind. Was in unserer Beobachtung wegfällt, sind die Wohnungen mittlerer Größe“, so Schachner. Außerdem seien, gerade in offenen Grundrissen, auch kleinere Kochinseln eine Möglichkeit. Gleichzeitig werde immer wieder gewünscht, die Küche in einem offenen Wohnbereich gänzlich verschwinden zu lassen. So sieht der Besucher lediglich eine „Schrankwand“, die – sobald sie geöffnet wird –, eine komplette Küche offenbart.

EINE KÜCHE AUS REINEN NATURMATERIALEN
Der Fokus auf Natürlichkeit im Wohnen, der uns in den letzten Jahren begleitet, schließt auch die Küche mit ein. Nummer eins für Schachner ist bei Küchenarbeitsplatten ganz klar der Naturstein. „Es ist schon ein besonderes Gefühl, sein Essen auf einer Platte zuzubereiten, die 200 Millionen Jahre alt ist“, schwärmt er geradezu. „Außerdem ist jede Platte einzigartig, ein Unikat.“ Aus dieser Leidenschaft für Stein und seine Einzigartigkeit in Kombination mit dem Nachhaltigkeitstrend entstand vor einigen Jahren die Idee, eine Kücheninsel komplett aus Naturmaterialien zu kreieren. Das Ergebnis ist nun ST-ONE. Fronten und Arbeitsplatten der imposanten Konstruktion sind aus Naturstein, der Korpus aus Massivholz. Auch bei den Ladenauskleidungen setzt man mit Leder auf Natürlichkeit.

„Eine Kücheninsel komplett aus Naturstein herzustellen liegt uns aufgrund unserer Ausrichtung natürlich nahe – mit der ausschließlichen Verwendung von Naturmaterialien reagieren wir auf das zentrale Thema, das Ökologie und Nachhaltigkeit heute ist“, erklärt Schachner.
Einfach ist die Entwicklung einer solchen Konstruktion freilich nicht – insbesondere die Steinfronten sind aufgrund ihres Gewichts eine Herausforderung: „Wir können die Fronten mit einer Dicke von 10 Millimetern herstellen, was allerdings große Anforderungen an das Steinmaterial stellt“, so Schachner. Aufgebracht werden die Platten auf die Ladenkorpusse mit einem patentierten Beschlagsystem, das es erlaubt, sie jederzeit einzujustieren, was ein sauberes Fugenbild ermöglicht. Derzeit stelle man grundsätzlich fünf Standardmodelle aus insgesamt sieben Steinen her, Maßanfertigungen seien aber natürlich möglich – außerdem könne man jeden Stein auf seine Tauglichkeit prüfen lassen, erklärt Schachner.

Doch nicht nur die Küche selbst muss perfekt sein, um ihre volle Wirkung zu entfalten, sie muss auch entsprechend in den Wohnraum eingebettet werden – Boden, Wände und umgebende Möbel müssen darauf abgestimmt werden. Zunehmend werde am Boden auch in der Küche Holz eingesetzt, was in Kombination mit Naturstein eine ganz eigene Atmosphäre entwickelt. Gerade in letzter Zeit seien bei Strasser auch Keramikarbeitsplatten zunehmend gefragt. Da das Material bei extrem hohen Temperaturen gebrannt wird, ist es auch in der Küche absolut hitzebeständig. Weiters sind die Platten durch die Herstellungsweise dicht verschlossen, nehmen also keinerlei Feuchtigkeit auf – dadurch kann kein Schimmel entstehen, was sie sehr pflegeleicht und hygienisch macht.